Hausbau in Uruguay - ein Alptraum Teil III

Ich muss mal wieder berichten. Es ist ja schon wieder ein Monat vergangen und es hat sich einiges ereignet.


Dass es bei dem Haus herein regnet, von dem Dachfenster, bei den Türen und Fenstern, ist ja nichts Neues und hat sich auch noch nicht geregelt.

Im Bad hatten wir Probleme mit dem Wasser, da alle Hähne undicht waren und bei der Klo-Spülung gar kein Wasser kam. Ich rief daher einen Installateur, da mein Häuslbauer (trotz mehrmaliger Aufforderung nicht kam). Ich wollte ja endlich mal fließendes, warmes Wasser und auch mal duschen gehen. Immerhin sind 10 Monate vergangen und nichts ist fertig.


Es stellte sich heraus, dass es an mehreren Ecken fehlte! War ja auch nicht anders zu erwarten!!! Es mussten Fliesen aufgestemmt werden und alle Eckventile neu angebracht werden, da man versäumt hatte diese aufzumachen. In Uruguay bekommt man von der Qualität nicht das, was wir in Europa gewöhnt sind. Hier gibt’s viel Plastik aus China und schlecht verarbeitet. 

Wenn man sich die Bilder genau ansieht, dann entdeckt man, dass der Durchfluss nicht richtig offen ist. Ein richtiger Installateur weiß das und schneidet das behindernde Plastik heraus. Aber der andere hat das nicht gemacht, daher stellt sich auch die Frage, ob er ein richtiger Installateur war? Carlos, unser Jetziger meinte, dass das nicht der Fall war.


Also wieder zwei Tage Baustelle im Bad und eine Menge Kohle extra ausgegeben, was eigentlich beim Hausbau inkludiert war.

Ich habe das unserem Häuslbauer auch mitgeteilt. Ich glaube jetzt ist das Fass voll und ich werde doch endlich Maßnahmen gegen ihn ergreifen. In Uruguay gibt es auch einen Konsumentenschutz, den werde ich demnächst mein Leid klagen. Mal sehen was dann passiert.


Es fehlen auch noch mehrere Kleinigkeiten, wie die Bodenleiste, das Geländer auf der Terrasse, die Fensterabdichtungen, der Tresen in der Küche und noch einiges mehr. Ich habe ihm gesagt er soll mir das Material bringen und ich mache es selber.


Seit zwei Wochen kann ich nun duschen, mich waschen, Geschirr abwaschen und bin darüber sehr glücklich. Ich muss nicht mehr mit Kanister und Kübeln und Wasserkocher arbeiten. Hier wird man wirklich bescheiden und würdigt noch die kleinen Dinge des Lebens.


Eine neue Errungenschaft ist auch der Gasherd, den ich vor kurzem gekauft habe. Bisher kochten wir mit Strom und das ist ja bekanntlich teuer, so auch in Uruguay. Da wir die Gasflasche nicht im Haus haben wollten, musste ich draußen ein kleines Häuschen bauen damit sie geschützt ist. Aber ich habe das richtig gut hinbekommen.


Der Frühling zieht ins Land und ich war in den letzten Wochen sehr damit beschäftigt mit der Gartengestaltung.


Hier werden die Samen der Pflanzen in abgeschnittenen Plastikflaschen, Konservendosen oder sonstigen verwertbaren Materialien angesät und es ist nicht alles so perfekt wie in Europa. Aber das Ergebnis ist dasselbe und man spart viel Geld. So habe ich 7 Marihuana-Pflanzen zum keimen gebracht und die wurden nun ins Freie gesetzt. Marihuana ist hier legal und darf für den Eigengebrauch gepflanzt werden. Wir selber rauchen kein Marihuana, aber uns gefällt die Pflanze und sie hat einen herrlichen Duft. Zudem ist sie im Garten sehr dekorativ. 

Dann haben wir auch noch vom Nachbarn zwei Bäume geschenkt bekommen, welche er uns eingesetzt hat. Claudia hat mir eine rote Rose geschenkt und ihre Schwester Andrea auch einen  Baum und einen Farn. Von der anderen Nachbarin Marina hatten wir Weihnachten letzten Jahres einen kleinen Apfelbaum und eine Aloepflanze bekommen. Das alles musste jetzt in die Erde. Also hatte ich einiges zu tun. Selber habe ich noch eine gelbe Rose dazu gekauft. Sie wirken im Erker auf der Terrasse sehr dekorativ.

Was sich sonst noch zugetragen hat, fällt unter die Kategorie Tiere.

Bitte hier weiterlesen: Zuwachs in der Campo Familie